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Kairo Quickie: 48 Stunden Kindheitstraum

Die Pyramiden von Gizeh und die Sphinx zu sehen war immer ein Kindheitstraum von mir, den ich mir endlich erfüllen konnte. Mangels Zeit und spärlich gefüllter Reisekasse heckten Uwe und ich einen irrsinnigen Plan aus: 48 Stunden Kairo intensiv! Kairo Quickie!

Die Pyramiden… was soll man über diese mehr als 5.000 Jahre alten Bauwerke schreiben, um ihnen gerecht zu werden? Ich meine noch genau zu wissen, wann ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Foto dieser Giganten und der Sphinx gesehen habe.

Als ich Kind war gab es in meinem Elternhaus ein Buch das ‚Die Welt ist voller Wunder‘ hieß. Oder so ähnlich. Es ist nämlich leider nicht mehr auffindbar. Auch im Internet konnte ich trotz umfangreicher Recherche nichts mehr darüber finden.

In diesem damals schon älteren Buch waren die meisten Abbildungen noch schwarz weiß. Sie zeigten die faszinierendsten Orte unseres Planeten, wie etwa Stonehenge, die Golden Gate Bridge, das Taj Mahal, den Eiffelturm, Manhattan mit dem Empire State Building, den Grand Canyon und eben auch die Pyramiden von Gizeh mit der Sphinx.

Mein Vater und ich nahmen oft einen Atlas zu Hilfe um die Sehenswürdigkeiten geographisch einzuordnen. Ich lernte wie groß unsere schöne Welt ist. Und dass ich sie bereisen konnte. Ich glaube dieses Buch war es, das in so jungen Jahren schon mein Fernweh geweckt hat.

In den folgenden Jahrzehnten waren die Pyramiden immer allgegenwärtig. Sei es im Schulunterricht, in Dokumentationen, Comics (in denen wir unter anderem lernten, warum die Sphinx keine Nase mehr hat), Spielfilmen, Computerspielen oder Musikvideos. Bis heute inspirieren sie die Menschen zu zauberhaften Geschichten oder absurden Verschwörungstheorien. Konnte man in den 1970er Jahren des letzten Jahrtausends mit der Behauptung, die Pyramiden seien von Außerirdischen erbaut worden, noch hohe Auflagen erzielen, so tummeln sich heute auf YouTube die verrücktesten Videos in denen Ufos über den Pyramiden schweben (was allen Menschen die auf diesen Aufnahmen zu sehen sind aber relativ egal zu sein scheint, weil keiner nach oben blickt), die Bauwerke als Beweis für alle möglichen Theorien herhalten müssen (zum Beispiel dass die Erde doch flach sei) oder junge Männer spektakulär und verbotenerweise die Cheopspyramide hinaufklettern und den fantastischen Blick von oben filmen.

Egal in welcher Form – wissenschaftlich, fiktiv oder bekloppt – diese grandiosen Bauwerke lassen die Menschheit seit Jahrtausenden einfach nicht los.

Auch mich nicht…

Schon lange wollte ich nach Kairo reisen, um dieses Weltwunder mit eigenen Augen zu sehen. Irgendwie hatte ich es zu Gunsten anderer Reisen immer wieder aufgeschoben. Zudem war und ist die Zukunft Ägyptens nach einer Revolution im arabischen Frühling 2011 und einem Militärputsch im Jahre 2013 weiterhin ungewiss. Das Land befindet sich in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Der Tourismus ist eingebrochen. Die Wirtschaft lahmt. Korruption beherrscht jeden Lebensbereich und eine hohe Inflation lässt den Großteil der Menschen von Tag zu Tag mehr verarmen.

Uwe und ich wollten die Entwicklung nicht länger abwarten. Wir hoffen sehr, dass Ägypten sich bald wieder stabilisiert und die Touristen zurückkommen werden. Allerdings könnte sich die Lage sicherheitstechnisch und politisch auch so verschlechtern, dass es vielleicht nie zu der Erfüllung unseres Reisetraums kommen würde. Nach etwas Recherche waren wir uns sicher, dass unser Zeitpunkt gekommen war.

Die Hotelpreise in Kairo befanden sich im freien Fall und so gelang es uns ganz regulär ein Zimmer mit Pyramidenblick eines 5-Sterne-Hotels für etwa 60 Euro zu buchen. Halbpension! Mit deutschsprachiger Reiseleitung und Transfers von und zum Flughafen bauten wir uns einen vermeintlich geschützten Rahmen für unser Wochenende, auch um in der kurzen Zeit von 48 Stunden so viel wie möglich sehen zu können.

Freitag, 15. September 2017

Unsere Anreise nach Kairo war geprägt von Pleiten, Pech und Pannen. Alles begann mit einer Verspätung von 45 Minuten unseres Zubringerfluges von Hamburg nach Frankfurt. Als die Maschine endlich in Hamburg gelandet war, mussten wir weitere 45 Minuten warten. Solange benötigten die Flughafensanitäter um einen gehbehinderten Passagier aus der Kabine abzuholen. Weitere 15 Minuten Verspätung kamen durch die verzögerte Verladung unserer Gepäckstücke hinzu, anscheinend verursacht durch Personalmangel.

Dass selbst Uwe bei Verspätungen nervös wird, erlebte ich selten. Und heute war es soweit. Inzwischen fast 2 Stunden zu spät sahen wir unseren Anschlussflug schon als verpasst an. Eine Umbuchung auf den nächsten Vormittag hätte wenig Sinn ergeben, da aus 48 Stunden Kairo dann mal eben weniger als 30 geworden wären.

Die Nervosität erfasste die ganze Kabine und wurde auch nicht wesentlich durch den Purser abgemildert, der die verpassten und umgebuchten Anschlussflüge der Passagiere in bester ‚Deutschland sucht den Superstar‘ Manier in aller Seelenruhe so in die Länge zog, dass ich kurz davor war die Fassung zu verlieren. Selbige verlor Uwe endgültig, als durchgesagt wurde, dass wir vom Rollfeld aus mit Bussen ins Terminal gebracht werden müssen, was sich jedoch keine 10 Minuten später als Falschinformation herausstellte. Von den 80 Passagieren mit Anschlussflügen strandeten die Meisten über Nacht in Frankfurt. Wir schienen nicht auf den nächsten Tag umgebucht worden zu sein. Das wollte ich aber erst glauben, wenn ich im Flieger nach Kairo saß.

Wir konnten das Flugzeug schlussendlich doch über eine Brücke verlassen und rannten sofort los zu unserem Flug nach Kairo, wo das Boarding in 15 Minuten beginnen sollte. Wir hatten jedoch noch einiges an Weg im Flughafen zurückzulegen und mussten noch durch die Grenzkontrolle zur Ausreise.

Wir haben es geschafft, aber nur um uns dort die nächste Hiobsbotschaft abzuholen. Uwes Koffer sei in Hamburg nicht verladen worden. Wo er abgeblieben sei könne man uns nicht sagen, nur dass er eben nicht an Bord sei. Wir standen vor der Entscheidung, ob wir die Reise trotzdem antreten sollen. In der Hoffnung, dass Uwe sich in Kairo wenigstens notdürftig neu einkleiden könnte, beschlossen wir zu fliegen. Wie sich herausstellte die richtige Entscheidung, denn auch diese Information stellte sich als falsch heraus und der Koffer tauchte putzmunter auf dem Gepäckband in Kairo auf.

Wären wichtige Unterlagen in dem Koffer gewesen hätte Uwe die Reise auf jeden Fall abgebrochen. Glück im Unglück sollte man meinen. Für mich aber die Fortsetzung einer Pechsträhne mit dieser Fluglinie, mit der ich noch nie etwas Gutes erlebt habe.

In Kairo angekommen wurden wir mitten in der Nacht um 3 Uhr von unserem ägyptischen Reiseleiter Mohammed und unserem Fahrer Mohammed empfangen. Zur besseren Unterscheidung stellten sie sich uns als Mohammed 1 und Mohammed 2 vor. Mohammed 1 hat Germanistik studiert und ließ keine Situation aus uns deutsch-arabische Wortwitze zu erzählen („Wie heißt ein irakischer Bäckerlehrling? Ali Baghdad!“).

Während wir durch das nächtliche Kairo fuhren erzählte Mohammed 1 uns, dass wir seine ersten deutschen Gäste seit Mai sind und bislang nur ein weiteres deutsches Paar für November angemeldet sei. Das Warten auf Touristen zermürbt ihn und er erzählte uns, welch katastrophale Auswirkungen der Zusammenbruch des Tourismus für die Menschen dort hat.  All das erklärte er uns in fließendem Deutsch, obwohl er noch nie in Deutschland gewesen ist. Selbst im eigenen Land ist er kaum herumgekommen, da das Reisen für die einheimische Bevölkerung viel zu teuer ist. Orte wie Luxor oder Hurghada, die wir relativ günstig bereisen können, hat er selbst noch nie gesehen.

Mohammed warnte uns vor, dass Fahrstreifen in Ägypten lediglich zur Dekoration der Straße dienten und ich war fasziniert von den LKWs, die wie einige Moscheen mit blinkenden Lichterschläuchen in grellen Farben dekoriert waren und zwischen den dunklen, im staubigen Nachtlicht fast apokalyptisch wirkenden Gebäuden der Stadt, wie fahrende Diskotheken wirkten.

Gegen 4 Uhr im Hotel angekommen wollten wir eigentlich nur noch ins Bett fallen, jedoch hatte Mohammed für uns noch einen kleinen Snack organisiert, da wir die auch für diesen Abend gebuchte Halbpension im Hotel nicht wahrnehmen konnten. Wir lehnten dankend ab, hatten jedoch sofort gemerkt, dass wir damit sehr unhöflich gehandelt haben. Anscheinend hat sich Mohammed beim Hotel sehr ins Zeug gelegt dies für uns möglich zu machen. Eine Ausschlagung kam nicht in Frage. Stattdessen organisierte er, dass uns das Essen aufs Zimmer gebracht wurde, damit wir schon ein wenig von der Anreise entspannen konnten.

Noch völlig gesättigt vom Essen aus dem Flugzeug saß ich also um viertel vor 5 nachts vor einem halben Hähnchen mit Reis, Humus, Joghurt und Salat, sowie einer Desertauswahl. Und in der Tat aß ich aus Höflichkeit davon, damit die ganze Arbeit nicht umsonst war.

Gegen 5 Uhr fiel ich in einen unruhigen Schlaf, der um 8 Uhr schon wieder enden sollte…

Samstag, 16. September 2017

Der Morgen begann mit dem atemberaubendsten Ausblick, den ich jemals aus einem Hotelzimmer hatte. Und da sah ich sie nun zum ersten Mal: die unglaublichen Pyramiden von Gizeh. Meinen Kindheitstraum. Das Gefühl war unbeschreiblich.

Aussicht aus Zimmer 6060
Aussicht aus Zimmer 6060

Aber die Pyramiden mussten noch warten. Unsere erste Station für den heutigen Tag war das Ägyptische Museum. Auf der Fahrt dorthin sahen wir zum ersten Mal das lebendige Kairo bei Tageslicht.

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Die meisten Menschen in Kairo fahren mit Sammeltaxis
Die meisten Menschen in Kairo fahren mit Sammeltaxis
Die offenen Klappen sollen vor Überhitzung des Motors schützen
Die offenen Klappen sollen vor Überhitzung des Motors schützen

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Ägyptisches Museum

1835 wurde durch die Regierung eine Organisation gegründet, die alle Kunstschätze altägyptischer Geschichte zusammentragen ließ, um die damaligen Plünderungen durch Grabräuber und Schatzsucher zu beenden. Das heutige am Tahir Platz gelegene Ägyptische Museum wurde 1902 eröffnet und beherbergt mit mehr als 150.000 Artefakten die größte Sammlung altägyptischer Kunst weltweit. Wir erhielten einen Einblick in die Höhepunkte der Sammlung.

Das Ägyptische Museum am Tahir Platz
Das Ägyptische Museum am Tahir Platz
Die Sammlung erstreckt sich auf über 100 Räume auf 2 Stockwerken
Die Sammlung erstreckt sich auf über 100 Räume auf 2 Stockwerken

Der ‚Stein von Rosette‘ gilt als einer der Auslöser für die moderne Ägyptologie. Entdeckt wurde er während der ägyptischen Expedition Napoleons im Jahre 1799. Der Stein stammt aus dem Jahre 196 v. Chr.  und zeigt einen langen Text, der in 3 Schriften festgehalten wurde. In demotischer Schrift (eine Sprache des alten Ägyptens), in Hieroglyphen und auf Altgriechisch.

Durch diesen Stein war es zum ersten Mal möglich Hieroglyphen zu entschlüsseln. Archäologen wurden so in die Lage versetzt weitere Inschriften zu verstehen.

Das Original steht seit 1802 im British Museum in London.

Abbildung des Steins von Rosette
Abbildung des Steins von Rosette
Die Narmer Palette (3.000 v. Chr.) diente vermutlich zur Herstellung von Schminke und ist eines der ältesten Stücke der Sammlung
Die Narmer Palette (3.000 v. Chr.) diente vermutlich zur Herstellung von Schminke und ist eines der ältesten Stücke der Sammlung
Grabstatuen von Nofret und ihrem Mann Rahotep. Um 2.600 v. Chr. Entdeckt im gemeinsamen Grab im Jahre 1871
Grabstatuen von Nofret und ihrem Mann Rahotep (um 2.600 v. Chr). Entdeckt im gemeinsamen Grab im Jahre 1871
Der kleinwüchsige Hofbeamte Seneb mit seiner Frau Prinzessin Senetites und seinen Kindern (um 2.600 v. Chr.)
Der kleinwüchsige Hofbeamte Seneb mit seiner Frau Prinzessin Senetites und seinen Kindern (um 2.600 v. Chr.)
Triade des Pharaos Mykerinos mit zwei Gottheiten (um 2.500 v. Chr.). Mykerinos ließ die dritte Pyramide von Gizeh erbauen, die auch nach ihm benannt ist.
Triade des Pharaos Mykerinos mit zwei Gottheiten (um 2.500 v. Chr.). Mykerinos ließ die dritte Pyramide von Gizeh erbauen, die auch nach ihm benannt ist.
Eines der wenigen Abbilde des Pharaos Cheops, Erbauer der Cheopspyramide und vermutlich auch der Sphinx
Eines der wenigen Abbilde des Pharaos Cheops, Erbauer der Cheopspyramide und vermutlich auch der Sphinx
Statue des Pharaos Chephren, Erbauer der zweiten Pyramide von Gizeh (2.550 v. Chr.)
Statue des Pharaos Chephren, Erbauer der zweiten Pyramide von Gizeh (2.550 v. Chr.)

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Kupferstatuen des Pharaos Pepi I. (2.250 v. Chr.)
Kupferstatuen des Pharaos Pepi I. (2.250 v. Chr.)
Sarkophag. Anhand der Verzierungen auf der Außenseite erfuhren Archäologen viel über die damalige Zeit, wie hier z.B. über die Gestaltung von Gebäuden.
Sarkophag. Anhand der Verzierungen auf der Außenseite erfuhren Archäologen viel über die damalige Zeit, wie hier z.B. über die Gestaltung von Gebäuden.
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Grabkammer. Die Verzierungen an den Wänden zeigen Alltagsgegenstände, die man dem Verstorbenen auf diese Weise mitgeben wollte.
Die im Vergleich eher feminine Darstellung des Pharaos Echnaton gibt laut unseres Reiseführers Mustafa anscheinend manchmal Anlass zur Spekulation
Die im Vergleich eher feminine Darstellung des Pharaos Echnaton gibt laut unseres Reiseführers Mustafa anscheinend manchmal Anlass zur Spekulation
Pharao Echnaton mit seiner Frau Nofretete bei der Anbetung des Sonnengottes Aton, den Echnaton zur höchsten Gottheit erhob
Pharao Echnaton mit seiner Frau Nofretete bei der Anbetung des Sonnengottes Aton, den Echnaton zur höchsten Gottheit erhob

In einer separaten Abteilung des Museums gab es die weltberühmten Stücke zu Pharao Tutanchamun zu sehen, einschließlich seiner Totenmaske, die viele Menschen schon als eine der unzähligen Repliken gesehen haben, die quasi permanent auf Welttournee sind. Hier in Kairo kann man das Original sehen. Fotografieren war allerdings in diesem Bereich strengstens verboten.

Derzeit wird in der Nähe der Pyramiden ein neues Ägyptisches Museum gebaut. Die Ausmaße des Rohbaus sind jetzt schon schier unglaublich. Der Termin der Fertigstellung und der Eröffnung werden seit Jahren immer wieder verschoben. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise ist an einen nennenswerten Baufortschritt derzeit wohl nicht zu denken.

Muhammad-Ali-Moschee – die Alabastermoschee

Inmitten der Zitadelle von Saladin befindet sich die wunderschöne Muhammad-Ali-Moschee, die auch Alabastermoschee genannt wird. Die Zitadellenanlage ist eine der wenigen erhaltenen Befestigungsanlagen des historischen Kairo aus dem 12. Jahrhundert. Seit 1979 gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe.

Nach einer Explosion im Pulverlager der Zitadelle im Jahre 1824 wurden die zerstörten Gebäudeteile nicht wieder aufgebaut. Stattdessen errichtete Muhammed Ali, der damals dort seinen Regierungssitz hatte, an dieser Stelle die Alabastermoschee. Sie ist ein kleineres Abbild der blauen Moschee in Istanbul.

Die große Kuppel hat eine Höhe von 52 Metern. Die Minarette sind 82 Meter hoch.
Die große Kuppel hat eine Höhe von 52 Metern. Die Minarette sind 82 Meter hoch.

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Der Uhrenturm war 1846 ein Geschenk des französischen Königs Louis-Phillipe I. als Dank für den Obelisken von Luxor, den man in Paris auf der Place de la Concorde bewundern kann. Die Uhr funktionierte jedoch nie.
Der Uhrenturm war 1846 ein Geschenk des französischen Königs Louis-Phillipe I. als Dank für den Obelisken von Luxor, den man in Paris auf der Place de la Concorde bewundern kann. Die Uhr funktionierte jedoch nie.

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Das Grab von Muhammad Ali. Er starb 1849 vor der Fertigstellung der Moschee.
Das Grab von Muhammad Ali. Er starb 1849 vor der Fertigstellung der Moschee.

DSCN8809 DSCN8819DSCN8821 KopieVon der Zitadelle aus hat man einen wunderbaren Blick über Kairo. Sie ist erst seit rund 20 Jahren für die Öffentlichkeit geöffnet.DSCN8837 DSCN8842DSCN8831 Kopie DSCN8845Zum Abschluss des ersten Tages statteten wir dem Chan el-Chalili Basar einen Besuch ab. Dieser Markt mit seinen unzähligen Gassen, Marktplätzen und Cafés existiert schon seit dem 14. Jahrhundert. Und wo sich früher tausende Touristen durch das enge Gewimmel schoben, konnten Uwe und ich außer uns nur wenige weitere Touristen ausmachen. Auf den Basar wurde in den Jahren 2005 und 2009 Terrorangriffe verübt, bei denen Menschen ums Leben kamen. DSCN8852a DSCN8852b DSCN8854 DSCN8856 DSCN8864

Sonntag, 17. September 2017

Unser zweiter Tag stand komplett im Zeichen der Pyramiden. Wir wollten unbedingt genug Zeit haben unseren Kindheitstraum ausgiebig zu genießen. Seit meiner Ankunft in Kairo versuchte ich ungeduldig unsere Reiseleiter zu einer kleinen Stippvisite vorab zu bewegen, aber sie behielten recht – die beste Aussicht auf die Pyramiden, wenn man sie nicht gerade besucht, hatten wir von unseren Hotelzimmern aus.

Bevor wir uns aber dem absoluten Höhepunkt unseres Ausfluges widmen sollten, fuhren wir gute 20 Kilometer aus Kairo raus nach Sakkara und Memphis.

Memphis

Die Stadt Memphis wurde um 3000 v. Chr. gegründet und war die Hauptstadt des ‚Alten Reichs‘, der ersten der drei Perioden des Alten Ägypten, die gute 500 Jahre von ca. 2707 v. Chr. bis 2216 v. Chr. dauerte. In diese Zeit fällt der Bau der Pyramiden.

An der Stelle der ehemaligen Hauptstadt befindet sich heute das Dorf ‚Mit Rahina‘ mit einem kleinen Freilichtmuseum, in dem Fundstücke aus jüngerer Zeit ausgestellt sind. Höhepunkte sind eine liegende Kolossalstatue von Ramses II, sowie ein Alabastersphinx.

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Fahrt nach Memphis
Fahrt nach Memphis

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Freilichtmuseum Memphis
Freilichtmuseum

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Der Sphinx von Memphis stellt einen unbekannten Pharao dar. Datiert wird er in die Periode 1550 v. Chr. bis 1069 v. Chr.
Der Sphinx von Memphis stellt einen unbekannten Pharao dar. Datiert wird er in die Periode 1550 v. Chr. bis 1069 v. Chr.

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Statuen von Ramses II. aus der Zeit 1279 v. Chr. bis 1213 v. Chr.
Statuen von Ramses II. aus der Zeit 1279 v. Chr. bis 1213 v. Chr.

Djoser Pyramide

Wir fuhren weiter zu der ersten Pyramide Ägyptens und somit zu einem der ältesten Bauwerke unseres Planeten. Die Stufenpyramide des ägyptischen Königs Djoser wurde 2650 v. Chr. errichtet und ist somit unglaubliche 4.667 Jahre alt. Man muss sich mal bewusst machen, dass die Pyramiden schon zu Zeiten Jesu Christi bereits 2650 Jahre alt waren. Schier unfassbar.

Man geht davon aus, dass dieses 62,5 Meter hohe Bauwerk die erste Phase des ägyptischen Pyramidenbaus eingeleitet hat. Zu den Zeiten der Herrschaft von König Djoser ein noch nie da gewesenes Monumentalgrab. Seit 1979 gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe.

Geplant und errichtet wurde König Djosers Grabanlage von seinem großen Baumeister und Hohepriester Imhotep. Vielen von uns bekannt als bösartiger und verfluchter Geist im Horrorstreifen ‚Die Mumie‘. Überhaupt wurden um Imhotep über die Jahrhunderte die verschiedensten Legenden gebildet. So soll er die Hieroglyphen und den ägyptischen Kalender erfunden, die Medizin revolutioniert und die Mumifizierungstechnik entwickelt haben. Nichts davon ist jedoch wirklich belegt.

Der Eingangsbereich vor der Pyramide mit seiner Umfassungsmauer wurde unter Leitung des französischen Ägyptologen Jean-Philippe Lauer von 1946 bis 1956 rekonstruiert.

Der rekonstruierte Eingangsbereich
Der rekonstruierte Eingangsbereich
Die Säulen imitieren die damalige übliche Bauweise mit Bündeln aus Schilfrohr
Die Säulen imitieren die damalige übliche Bauweise mit Bündeln aus Schilfrohr

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Die Djoser Pyramide - eines der ältesten Bauwerke unseres Planeten
Die Djoser Pyramide – eines der ältesten Bauwerke unseres Planeten

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Die Pyramiden von Gizeh

Und dann war es endlich soweit. Unser Weg führte uns von der ältesten Pyramide zu den berühmtesten. Die Pyramiden von Gizeh. Anlass unserer Reise. Ein Kindheitstraum. Meine Spannung stieg ins Unermessliche.

Die Pyramiden von Gizeh sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike. Seit 1979 gehören auch sie zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am Eingangsbereich wurden wir und unser Fahrzeug einer Sicherheitskontrolle unterzogen. Anschließend fuhren wir für einen spektakulären Blick auf das Aussichtsplateau. Und dort realisierten wir zum ersten Mal, dass unser Traum endlich in Erfüllung ging. Uwe und ich waren sehr ergriffen und kosteten den Moment bewusst aus.

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Viel war nicht los auf der Aussichtsplattform. Wo sich früher pro Tag bis zu tausend Reisebusse tummelten herrschte weitestgehend Leere. Ein chinesischer Reisebus verließ die Plattform nach einigen Minuten wieder. Eine Hand voll weiterer Individualtouristen war mehr damit beschäftigt Fotos zu stellen, in denen sie scheinbar die Pyramidenspitzen mit zwei Fingern ziehen, als die Aussicht zu genießen. Souvenirverkäufer wollten uns Kufiyas, die Kopfbedeckung der Scheichs verkaufen. Die Leere, die für uns ganz wunderbar war um den Moment vollends zu genießen, ist für die Einheimischen eine Katastrophe. Die Verluste durch ausbleibende Touristen gehen für Land und Menschen inzwischen in die Milliarden.

Die Pyramiden von Gizeh bestehen aus der großen Cheops-Pyramide (139 Meter hoch), der mittleren Chephren-Pyramide (136 Meter hoch) und der kleinen Mykerinos-Pyramide (65 Meter hoch). Jeweils benannt nach ihren Erbauern, den Herrschern zu der jeweiligen Zeit. Alle entstanden in der Zeit von 2620 v. Chr. bis 2500 v. Chr.

Wie diese monumentalen Bauwerke zu dieser Zeit errichtet werden konnten ist immer noch nicht abschließend geklärt. Verschiedene Theorien gehen davon aus, dass die Steinblöcke über Rampen gezogen wurden. Alleine die Cheops-Pyramide besteht aus etwa 2,3 Millionen Steinblöcken mit einem durchschnittlichen Gewicht von 2,5 Tonnen. Ursprünglich war diese Pyramide 146 Meter hoch und 4.000 Jahre lang – bis ins 14. Jahrhundert hinein – das höchste Gebäude der Welt. Man geht von einer Bauzeit von 20 Jahren aus. Über die Anzahl der Arbeiter ist man sich nach wie vor uneins. Durch jüngere Ausgrabungen vermutet man jedoch, dass die Pyramiden nicht von Sklaven erbaut werden mussten, sondern dass die Arbeiter hochgeachtet und gut versorgt waren.

Die Geschichte dieser Monumentalgräber ist so umfangreich, dass ich gar nicht erst versuche hier einen Abriss davon wiederzugeben. Sie beschäftigt viele Forscher oft ihr ganzes Leben lang und bis in die heutige Zeit hinein. Unzählige Abhandlungen sind zu dem Thema verfasst worden. In diesem Falle leider auch überdurchschnittlich viele im unseriösen und pseudo-wissenschaftlichen Bereich. Noch immer gibt es viele ungeklärte Fragen. Für grundlegende Daten und historische Fakten ist wie immer Wikipedia ein guter Ausgangspunkt. Vom Artikel über die Pyramiden von Gizeh aus kann man dann jeweils detaillierte Artikel, z.B. über die einzelnen Pyramiden oder die historischen Perioden des alten Ägyptens finden.

Die Chephren-Pyramide ist die zweithöchste Pyramide, liegt aber 10 Meter höher und wird daher oft fälschlicherweise für die größte der Pyramiden gehalten.
Die Chephren-Pyramide ist die zweithöchste Pyramide, liegt aber 10 Meter höher und wird daher oft fälschlicherweise für die größte der Pyramiden gehalten.
An der Spitze sieht man Reste der ursprünglichen Kalksteinverkleidung, die auch die anderen beiden Pyramiden einst bedeckt hatte.
An der Spitze sieht man Reste der ursprünglichen Kalksteinverkleidung, die auch die anderen beiden Pyramiden einst bedeckt hatte.

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Die kleinere Mykerinos Pyramide haben wir von innen besichtigt. Jedoch war fotografieren verboten.
Die kleinere Mykerinos Pyramide haben wir von innen besichtigt. Jedoch war fotografieren verboten.


Der Sphinx

Viele Touristen sagen, sie wären enttäuscht gewesen, als sie das erste Mal vor dem Sphinx standen (unser Reiseleiter bestand darauf, dass es DER Sphinx heißt… allerdings ist im deutschen Sprachgebrauch die weibliche Version üblich, deshalb schalte ich jetzt wieder um). Viele sagen, sie hätten sie sich größer vorgestellt.

Wir waren nicht enttäuscht, sondern fasziniert. Ich glaube auch, dass der Eindruck trügt, denn immerhin ist die Sphinx 20 Meter hoch, was gut 7 Stockwerken entspricht. Für eine Statue, die 2.500 v. Chr. entstanden ist finde ich das sehr beachtlich. Ich glaube die Größe kommt deshalb nicht so ganz rüber, weil man die Sphinx aus etwas Abstand auf einer Anhöhe besichtigt. Würde man direkt vor ihr stehen und an ihr hochsehen können, würde sich vielleicht ein anderes Bild ergeben. Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch im 3. Stockwerk und stelle mir die Sphinx in der kleinen Gartenanlage vor meinem Fenster vor. Nicht nur, dass sie mit ihren 72,5 Metern Länge gar nicht hineinpassen würde, sie würde mit ihrer Größe auch sämtliche Häuser in meiner Straße überragen und entspannt über sie hinweg sehen können.

Seit mehr als vier Jahrtausenden thront die Sphinx nun vor der Chephren-Pyramide. Zeitweilig war sie von Sand bedeckt (hier gibt es ein faszinierendes Foto aus 1858), was zu ihrer Erhaltung beitrug. Die Sphinx stellt einen Löwenkörper mit Menschenkopf dar. Der Kopf ist im Vergleich zum Körper jedoch zu klein geraten. Man vermutet, dass ursprünglich ein anderer Kopf dargestellt wurde, der später verändert wurde. Es gibt zwar keine Belege für diese Theorie, jedoch weiß man, dass sie mehrfach restauriert wurde. Die Nase und der Kinnbart sind abgebrochen. Überreste des Bartes sind im British Museum in London ausgestellt.  Man geht davon aus, dass die Sphinx ursprünglich farbig bemalt war.

Über den Erbauer – Cheops oder Chephren – und den ursprünglichen Zweck der Sphinx sind die Forscher sich bis heute nicht einig. Entstanden ist sie aus den Resten eines Kalksteinhügels, der als Steinbruch für die Cheops-Pyramide diente. Möglicherweise sollte sie als Wächterin des Pyramidenplateaus von Gizeh dienen.

Einer der wenigen Momente touristischen Andrangs... jedoch war der Bus auch nach 15 Minuten wieder weg
Einer der wenigen Momente touristischen Andrangs… jedoch war der Bus auch nach 15 Minuten wieder weg

DSCN9130DSCN9144 DSCN9151 (1) IMG_0164Erschlagen und sehr glücklich von den vielen wunderbaren Eindrücken gönnte ich mir am Nachmittag eine kleine Erholungspause am Pool des Hotels mit spektakulärer Aussicht. IMG_0180

Pyramiden im Abendrot
Pyramiden im Abendrot

Leere Stuhlreihen erwarteten uns bei der allabendlichen Lichtshow an den Pyramiden. Früher waren die Shows 4x pro Abend restlos ausverkauft und mussten lange im voraus gebucht werden. Ein sehr trauriges Bild. DSCN9175Die einstündige Show tauchte die Pyramiden in mystisches Licht und ließ mit bombastischer Musik, pathetischen Erzählungen und großen Projektionen die Geschichte der Pharaonen wieder auferstehen. Die Sphinx berichtete davon, wie durch die Jahrtausende hinweg all die großen Herrscher von Julius Caesar bis Napoleon an ihr vorbeizogen, sie aber immer noch hier sei, um über die Pyramiden zu wachen. DSCN9176 DSCN9186 DSCN9199 DSCN9201 DSCN9210 DSCN9228

Die Pyramiden in mystisches Licht getaucht zu sehen war der perfekte Abschluss unserer kurzen Reise.

Uwe und ich haben Kairo sehr glücklich wieder verlassen. Unser Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen. Es war ein kurzer, sehr intensiver Ausflug, auf dem wir mehr gelernt und erfahren haben, als auf so manch längerer Reise.

Wir konnten unsere Objekte der Begierde nahezu frei von einem massentouristischen Ansturm erleben. Was für uns ein unfassbares Glück war, ist für die Ägypter das größtmögliche Leid. Während wir uns aufgrund eines rapiden Preisverfalls uns Zimmer mit Pyramidenblick in einem Luxushotel leisten konnten, bricht für viele Einheimische in diesen Tagen ihre gesamte Existenz weg.

In den Grünanlagen Kairos saßen viele Menschen zusammen, die ihr Zuhause bereits verloren haben. Man hätte meinen können, dass sie gesellig zusammen picknicken. Paradoxerweise ein fast schönes Bild von Zusammenhalt. Sie übernachten nicht in den Armenhäusern, da dort die nächtliche Hitze nicht auszuhalten ist. Wir haben Menschen gesehen die nachts auf den Autobahnbrücken standen um im Nil Fische zu angeln.

Die komplette Mittelschicht der Gesellschaft bricht gerade nach und nach weg. Unsere Reiseleiter zählen sich selbst dazu. Derzeit leben sie von ihren Ersparnissen der letzten Jahre. Sie gehen sogar davon aus, dass viele Menschen verhungern werden müssen, wenn sich die Situation nicht bald wieder verbessert. Es gibt eine massive Inflation, die in Teilen eine Verzehnfachung der Preise, insbesondere bei Lebensmitteln mit sich brachte. In den Friedhofsbezirken, der ‚Stadt der Toten‘, einem Slum nicht unweit der Zitadelle die wir besucht haben, suchen immer mehr Menschen Unterschlupf. Inzwischen sollen es gute 2 Millionen Menschen sein.

Wir haben von vielen weiteren Missständen erfahren. Die Korruption innerhalb des Landes ist ein großes Problem. Inzwischen sollen 50% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben, während es 5% sehr reiche Menschen gibt. Man sagt, dass selbst gut ausgebildete Menschen ohne entsprechendes Bestechungsgeld nicht in der Lage sind in ihrem jeweiligen Beruf zu arbeiten. So kommt es eben vor, dass gut ausgebildete Mediziner, Lehrer oder Wissenschaftler sich als Taxifahrer oder als Hilfsarbeiter verdingen müssen.

Grabräuber sollen für den Organhandel und für die Wissenschaft direkt nach den – im muslimischen Ritus sehr zeitnahen – Bestattungen Leichen stehlen, für die etwa 1.500 Euro gezahlt werden.

Proteste werden mundtot gemacht. Die Menschen leiden und leben in Angst.

Und dann kommen einem die Probleme, die man bei der Anreise hatte, wieder als das vor, was sie tatsächlich sind: unwichtig!

7 Gedanken zu „Kairo Quickie: 48 Stunden Kindheitstraum“

  1. Gro3artig ist deine Beschreibung gelungen,und gar erst die Fotos! Ich hatte das 1992 im hei3en Dezember erlebt, und sofort ist alles wieder gegenwärtig. Damals aber waren wirklich Massen von Touristen ,und die im Tourismus Arbeitenden nicht immer sehr hőflich, manchmal überfordert. Auf dem Weg zu den Pyramiden sind wir damals aus einem 3 1/2 Sternehotel der Innenstadt an der riesigen Nekropolis vorbei gefahren,die von dort hausenden Armen wimmelte…einer der bleibenden negativen Eindrücke (weswegen ich mir Indien nicht zumute)Die Lichtrevue bei den Pyramiden ist unverge3lich,auch dort war kein freier Stuhl…
    Nach diesem wunderbaren Erlebnis vor Ort kann ich wärmsten empfehlen das sog. Neue Museum (es hie3 schon unter Friedrich Wilhelm III. so,weil auch ein Altes Museum in Berlin existiert) ,das auf vier Stockwerken alles bietet,was aus Ágypten geraubt und illegal ausgeführt worden war,uá. den weltberühmten Kopf der Nofrotete/Nofretiti. Und wenn noch ein bi3chen Geld übrig bleibt ,für 48 Stunden nach London ins British Museum oder Nach Paris in den Louvre

  2. Dear Kim, your posts are getting better and better! Vielen Dank. Ich bin damals (2011) in die Revolution hineingeflogen und habe dann eine Woche auf dem Tahrir Platz mit Revolution gemacht… Ueber 1 Millionen Touristen hatte man innerhalb von einigen Tagen ausgeflogen. Im Land war Ausnahmezustand. Aber als der dann gelifted wurde, hatte ich ganz Agypten fuer mich allein – so schien es jedenfalls. Ich werde das nie vergessen. Ich freue mich, dass nun doch einige Individualtouristen wiederkommen. Ich hoffe, es trauen sich mehr und mehr! Ganz herzlichen Dank!

  3. Hallo Kim, wie schön, dass du mich an deinen Reisen teilnehmen lässt, man hat bei deinen Beschreibungen dann doch immer das Gefühl mittendrin dabei zu sein. Danke dafür. Erika

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