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Willkommen bei following budo

Kampfkunst und Reisen sind seit mehr als 20 Jahren meine zwei größten Leidenschaften… es war schon längst überfällig beide miteinander zu verbinden. Herzlich Willkommen auf ‚following budo‘, dem Kampfkunst- und Reiseblog.

Als ich dieses Jahr völlig überraschend die Chance bekam einen unbezahlten Urlaub in Anspruch zu nehmen musste ich nicht lange überlegen. Ich wusste sofort, dass ein langgehegter Traum in Erfüllung gehen würde.

1993 bin ich mehr oder weniger durch einen Zufall zum Taekwondo gekommen. Ich lebte in der osthessischen Provinz in einer Zeit ohne Internet und die koreanische Kampfkunst umgab eine Aura des Mysteriösen. Geheimnisvolle Geschichten über Korea und die Entstehung meines heiß geliebten Sportes begleiteten mich durch die kompletten 1990er Jahre. Buddhistische Weisheiten machten die Runde, wir wurden mit den verschiedensten Meditations- und Entspannungstechniken konfrontiert und forderten unsere untrainierten Gaumen mit der scharfen koreanischen Küche heraus. Natürlich lernten wir stilecht den Umgang mit Essstäbchen.  Die aufkeimende New Age Welle in der Musik lieferte uns den dazu passenden Soundtrack, Film- und Fernsehproduzenten beglückten uns mit mal mehr und mal weniger geglückten Martial Arts Produktionen und die Exotik des Fernöstlichen fand immer mehr den Weg in die hiesigen Sport- und Wellnessmagazine.

Eine schöne Zeit.

Für uns damals war das alles eine einzige Traumvorstellung. Festgesetzt haben sich bis heute überästhetisierte Bilder von durchtrainierten Kampfkünstlern, die irgendwelchen Geheimbünden mit mysteriösen Namen angehören. Selbstverständlich beherrschen sie sämtliche Waffensystemen und Kampfstile und lebten in der Vergangenheit mindestens einige Jahre unter Anleitung eines strengen Meisters in einem abgelegenen Kloster in den Bergen. Unbesiegbar in der Gegenwart sorgen sie heute unter Einfluss perfekter asiatischer Ernährung und buddhistischer Grundsätze für Gerechtigkeit. Natürlich nicht ohne tägliche Meditation in den schönsten Landschaften der Welt, eingefangen von Zeitlupenaufnahmen und unterlegt mit einem schwülstig-schönen Soundteppich mit asiatischen Klangeinlagen.

Und auch wenn ich heute etwas aufgeklärter bin und viele Vorstellungen in das Reich der Mythen verbannen musste… so ein bisschen begleitet mich dieses Bild noch heute.

Damals ist auch der Traum von der Rucksackreise entstanden. Eigentlich war es damals der Traum vom Auswandern. Beim Stöbern in den Buchhandlungen begegnete einem hin und wieder ein einschlägiger Reisebericht. Meine Träume befeuert hat damals insbesondere das Buch ‚Ein Jahr im Kungfu-Kloster Shaolin – Der 11jährige David allein in China‘. Ich war wild entschlossen alles hinzuwerfen, meinen Rucksack zu schnüren, in die asiatische Kultur einzutauchen und dort Kampfkunst zu trainieren. Ich gestehe… obwohl ich schon Anfang 20 war, war ich doch noch recht grün hinter den Ohren und es kam natürlich nie dazu…

Bis jetzt!

Am 26. April geht es nun tatsächlich los. Neun Wochen werde ich durch Vietnam, Südkorea, Japan und Hawaii ziehen und mich dort auf die Suche nach neuen Erfahrungen machen. Vieles, was damals noch exotisch klang, ist heute fest auf dieser Reise eingeplant. Ich verbringe einige Tage bei Kampfkunstmönchen in einem buddhistischen Tempel in den südkoreanischen Bergen, praktiziere ZEN Meditation in Japan, gehe auf Spurensuche nach den Ursprüngen der koreansichen Kampfkünste und möchte natürlich ganz viel Lebensart, Pop, Historisches und Kulinarisches entdecken.

Und wer mag, darf mich auf meiner Reise gerne hier im Blog begleiten und fleißig kommentieren. Ich freu‘ mich drauf.

2 Gedanken zu „Willkommen bei following budo“

  1. Wow, klingt alles sehr spannend! Freuen uns via Blog mitzureisen 😉 Thanks for sharing ! Einen guten Start auf die Reise mit viel Abenteuer, Entdeckungen, netten Menschen und leckerem Essen!
    LG, V&N

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